Der Koffer von heute wird lieblos und gestresst durch die Gegend gezogen, auf Gepäckbänder geschleudert, in dunkle Flugzeugstauräume und Kofferräume gestopft. Der Koffer von heute ist aus Kunststoff gefertigt, das in China zusammengeschweißt wurde. Er wird oftmals verwechselt, ohne große Mühe gepackt und nach Gebrauch in die hinterste und dunkelste Ecke des Kellers geschoben. Wo bleibt da der Duft der großen, weiten Welt? Die Romantik? Nirgends! Dabei hat der gute, alte Koffer doch eigentlich das Potential, Verheißung zu verströmen, Entdeckungsreisen mit Abendteuer und Romantik in die Ferne zu versprechen.
Ein wirklich guter Koffer lässt einen schon allein beim Anblick von Ausflügen im Cabrio durch die englische Landschaft oder von nostalgischen Schiffsreisen träumen. Koffer, die diese Macht haben, sind selten, doch es gibt sie noch. Die britische Manufaktur Globe-Trotter stellt noch Exemplare dieser Spezies her. Der modische Koffer wird jedoch nur auf Bestellung gefertigt. Die Fertigung in Hertfordshire dauert etwa vier Wochen. Dabei werden die Nieten, Lederdetails und Schlösser mit viel Feingefühl und Präzision an den rechten Fleck gebracht. Das Unternehmen bietet neben dem klassischen Koffer auch weitere Modelle wie hübsche Mini-Cases für kleine Reisen mit Stil, Beauty-Cases für die Pflegeprodukte und sogar Trolleys. Die spezielle Anfertigung hat natürlich auch seinen Preis, der genau so exklusiv ist wie die Koffer selbst. Man erhält ein Produkt ab etwa 290 britischen Pfund, das entspricht in etwa 350 Euro. Dafür sind die Koffer auch langlebiger als die billigeren Varianten aus China und können auf mehr als fünf Reisen verwendet werden.




