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Schuhe

Schuhe und Ihre Geschichte

Schuhe schützen unsere Füße nicht nur vor Verletzungen, vor Kälte oder schmutzigem Untergrund, sie sind auch sehr kleidsam und ein wichtiges Accessoire der täglichen Bekleidung. Schuhe gibt es in sehr verschiedenen Formen und Arten, für beide Geschlechter in sehr unterschiedlichen Ausführungen. Da Frauen nicht ganz zu Unrecht gern ein kleiner Schuhtick nachgesagt wird, gibt es für die holde Weiblichkeit eine deutlich größere Auswahl an Schuharten und Typen. Weiterhin wird über bestimmte Schuharten oder Schuhmarken auch der eigene Status ausgedrückt bzw. die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe. Der Fuß ist der Teil des menschlichen Körpers mit den meisten Knochen und wird täglicher Beanspruchung ausgesetzt, trägt er uns doch durch die Welt. Seine empfindlichen Stellen wie die Zehen und den Mittelfuß schützt ein Schuh vor Verletzungen und Schmutz.

Aufbau eines Schuhs

Auch wenn es die unterschiedlichsten Arten von Schuhen gibt, auf die weiter unten im Artikel näher eingegangen wird, ist der Grundaufbau eines Schuhs bei allen Formen sehr ähnlich. Zunächst besteht der Schuh grundsätzlich aus zwei Teilen, demjenigen der den Fuß bedeckt, den Schaft und die Sohle des Schuhs oder auch der Boden. Der Schaft besteht aus mehreren Teilen, die miteinander verklebt und vernäht sind. Diese sind stark abhängig von der Art des Schuhs. Oft werden folgende Teile für den Schaft verwendet: Innenschaft (Futter), Zwischenschaft (Zwischenfutter) und Außenschaft (Oberleder). Der Außenschaft besteht aus einem Vorderblatt und einer integrierten Zunge, welche beim Zumachen des Schuhes einen zusätzlichen Verschluss und Schutz vor eindringender Feuchtigkeit ermöglicht.

Der Boden des Schuhs ist auch stark modellabhängig, entweder besteht er nur aus einer Sohle oder aus einer Innen- und einer befestigten Außensohle mit Profil. Mitunter gibt es zwischen diesen beiden Sohlenarten auch Zwischensohlen. Unter der Ferse besitzen viele Schuhmodelle eine Erhöhung, den Absatz. Ist dies bei einer Schuhsohle nicht der Fall, spricht man von einem Nullboden.

Kleines Einmaleins der Schuhmodelle

Nun wie versprochen ein Versuch einer Einführung in die wahrlich bunte Welt der Schuhmodelle. War man einmal in einem Schuhladen, weiß man wie unterschiedlich Schuhe geartet sein können. Eine genormte Unterteilung der vielzähligen Schuhmodelle gibt es nicht, gebräuchlich sind beispielsweise Einteilungen nach Einsatzzweck, Geschlecht des Trägers, aber auch nach der Schuhform und dem eigentlichen Schuhmodell.

Schuhmodelle, die in dieser oder jener Form mit Sicherheit jeder besitzt oder einmal besessen hat, sind Straßenschuhe, Hausschuhe, Sportschuhe, Emu Schuhe und auch Stiefel, Sandalen, Gummistiefel und für die holde Weiblichkeit Pumps, Stilettos, Halbstiefel und die Ballerinas. Die Liste ließe sich noch unendlich weit fortsetzen, doch solle es im Folgenden eher um die historische Entwicklung der besonderen Fußbekleidung gehen. Zu den Verschiedenen Modellen gibt es dann zahlreiche Schuhemarken wie Adidas, Bearpaw Schuhen, Nike Schuhe und viele mehr die Ihre eigene Stilrichtung besitzen. Hier findet Ihr einen schönen Artikel zu Bearpaw Schuhen.

Kurze Entwicklungsgeschichte des Schuhs

Einen Urschuh an sich gibt es nicht, in kälteren Regionen wickelten sich die Menschen Tierfelle um die Füße, um diese zu wärmen, in wärmeren Gefilden wurden vor Schutz des heißen Bodens Strohgeflechte und ähnliches unter die Füße gebunden, der mögliche Vorläufer der heutigen Sandalen. Funde von Lederschuhen, die bereits eine erste Schuhform aufweisen und über dem Spann zusammengenäht waren, gibt es bereits aus der Steinzeit.

In den frühen Hochkulturen wie beispielsweise in Ägypten war das Tragen von Sandalen nur den höheren Schichten vorbehalten, so trug einzig der Pharao goldene Sandalen. In der Antike verbreiteten sich verschiedene Sandalenformen zum Allgemeingut, trug jeder Schuhe, um seine Füße vor Verletzungen zu schützen, noch heute kennt man die als Römersandalen betitelten Schnür- bzw. Riemchensandalen.

Im Mittelalter kamen die sogenannten Wendeschuhe auf, diese wurden zunächst auf links genäht und anschließend gedreht. Weitere typische mittelalterliche Modelle waren die Schnabelschuhe, die vorne spitz zuliefen. Um die immer hochwertiger gestalteten und mit verschiedenen Verzierungen und Accessoires wie Schnallen und Riemen versehenen Schuhe der Adligen zu schützen, kamen hölzerne Unterschuhe auf, die Trippen genannt wurden. Diese wiesen auch oft einen Schnabel auf, um die bauschigen Gewänder zu halten und diese auch so vor Verschmutzung zu schützen.

Gegen Ende des Mittelalters wurden immer mehr Schuhmodelle gefertigt, gab es eine immer größere Auswahl und wurden Schuhe zu wahren Kunstwerken an Königshöfen und Adelshäusern. Wahrscheinlich aus den Stelzenschuhen entwickelte sich auch der Absatz und somit die bei den Damenschuhen noch heute gängige Schuhform, auch wenn Absatzschuhe damals vielfach auch von Männern getragen wurden.

Schuhe waren lange Zeit nur etwas für betuchte Bevölkerungsschichten, konnten sich elegante Schuhmodelle nur reiche Bürger und Adlige leisten, das einfache Volk ging barfuß oder in Holzpantoffeln. Auch die bürgerlichen Lederschuhe waren recht einfach vom Schuster gefertigt. Schuhe mit schlanken Absätzen und weiteren Verzierungen waren der herrschenden Klasse vorbehalten. Mit Beginn der verbesserten Produktionsstätten und der einsetzenden Massenproduktion wurde auch der Schuh zu einer Massenware und somit für jeden erschwinglich.

Während des 19. Jahrhunderts begann die Differenzierung der verschiedenen Schuhmodelle für Damen und Herren. Wurde der hohe Ansatz weitestgehend Bestandteil von Damenschuhen, wandten sich die Männer den Halbschuhen zu. Auch erreichte die Bandbreite der verschiedenen Schuhmodelle den Umfang, den wir heute noch nutzten können.

Biologische Abbaubarkeit

Materialien aus denen traditionell Schuhe hergestellt werden, sind Leder und verschiedene Naturfasern. Heute kommen noch Kunstleder, verschiedene Kunststoffe und Gummi hinzu. Durch diese Vielzahl an künstlichen Materialien werden die Schuhe immer weniger biologisch abbaubar. Bedingt durch die zur Schuhherstellung herangezogenen Materialien kann die Abbauarbeit bis zu 1000 Jahre betragen. Aus diesem Grund sind Bestrebungen im Gange, wieder Schuhe vermehrt aus natürlichen Materialien zu produzieren, diese sind auch deutlich besser für den Klimahaushalt des Fußes im Schuh und bei Schweißfüßen.

Etikette

Wie bei jedem Kleidungsstück gibt es auch beim Tragen oder besser gesagt dem Nichttragen von Schuhen gewisse Vorschriften, die eingehalten werden sollten, um die Etikette zu wahren. Wie in Japan ist es auch im europäischen Raum, beim Betreten einer fremden Wohnung üblich, die Schuhe auszuziehen, um den Wohnraum des Gastgebers nicht zu verunreinigen. Für Gäste gibt es hierfür besondere Gastpantoffeln oder ähnliches. Weiterhin gilt es als unüblich, im Bereich der Arbeit oder bei öffentlich-repräsentativen Auftritten seine Zehen zu zeigen, geschlossene Schuhe entsprechen der Etikette, Sandalen und Flip Flops gehören an den Strand und nicht in das Büro, so das Credo vieler Arbeitgeber im Businessbereich. In vielen Ländern im Nahen Osten und Asien gilt es als unhöflich, anderen seine Fußsohlen zu zeigen. In Ländern, in dem das Gotteshaus barfuß betreten wird und somit die Schuhe vor dem Eingang ablegt werden, gilt es als unhöflich mit Schuhen zu werfen.

Schuh Accessoires

Zum Tragen des Schuhs gibt es nicht nur verschiedene Accessoires, auch gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Schuhe zu pflegen und so lange tragbar zu erhalten. Klassisches Accessoire zum Anziehen von Schuhen ist der Schuhlöffel, der ein einfaches Hineinrutschen der Ferse in den Schuh ermöglicht. Zur Aufbewahrung und Beibehaltung der Schuhform, wenn der Schuh nicht getragen wird, können Schuhspanner verwendet werden. Um einen besseren Sitz des Schuhs zu ermöglichen, gibt es verschiedene Einlegesohlen, die auch im Winter vor Kälte oder im Sommer vor Schweißfüßen schützen je nach ihrer Machart. Für Damen und ihre mit zum Teil sehr hohen Absätzen versehenen Schuhmodelle gibt es besondere Gelpolster und ähnliche Druckentlaster, die ein bequemeres Gehen in den Schuhen ermöglichen und Druckstellen verhindern. Ein weiteres klassisches Accessoire für einen Schuh ist der Schnürsenkel, um den Schuh gut zu verschließen, dieser wird jedoch zumindest im Bereich der Sportschuhe fast vollständig von dem Klettverschluss verdrängt. Um den Schuh vor Verschmutzung zu schützen, gibt es verschiedene Überschuhmodelle und Gamaschen.

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